In Hannoversch-Münden fließen die Flüsse Werra und Fulda zur Weser
zusammen. Die Fulda entspringt in der Rhön, die Werra im Thüringer
Wald. Von Hannoversch-Münden bis sie bei Bremerhaven in die Nordsee
mündet, legt die Weser 440 Kilometer zurück. Wenn man die Länge an der
am weitesten entfernten Quelle der Werra messen würde, so würde man
eine Gesamtlänger von 744 km errechnen. Die Weser bezieht insgesamt ein
Einzugsgebiet von 41.094 km².
Bis nach Minden durchfließt sie das Weserbergland und anschließend
durch das Norddeutsche Tiefland. Ab Höhe des Weserwehrs in Bremen
(Unterweser) ist der Tidenhub der Nordsee spürbar. Bei der
Trichtermündung in Bremerhaven hat sie eine Breite von 1,8km. Dies
ermöglicht eine stattliche Ausbeute der Fischerei und das größte
Container - Terminal in ganz Europa. Heute wird die Weser hauptsächlich
von Ausflugschiffen genutzt. Diese ermöglichen einen Blick auf die
Landschaft und die Burgen und Rathäuser, welche in dieser Region
entstanden sind.
Eigentlich hatte die Weser eine Vielzahl verschiedener Fische, dies
jedoch änderte sich im Laufe der Jahre, da durch zunehmende
Verschmutzung die Wasserqualität erheblich sank. Durch Bau von
Kläranlagen gegen Ende der 80er Jahre, konnte man die Wasserqualität
zwar erhöhen, bisher jedoch nicht auf gewünschte Höhe bringen.
Die Weser wurde in ihrer Geschichte immer wieder von Hochwassern
heimgesucht und die angrenzende Dörfer und Landschaften überschwemmt. |